Die Dekarbonisierung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Um Missverständnisse vorzubeugen, müssen die korrekten Begrifflichkeiten verwendet werden.

Aus diesem Grund wird zunächst einmal der Begriff “Energie” definiert und aufgeklärt, welche Energieformen im Hinblick auf die energetische Bewertung von Gebäuden am wichtigsten sind.

Was ist Energie?

Seinen Ursprung hat der Begriff „Energie“ aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „wirkende Kraft“. Energie hat die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten, Wärme abzugeben oder Licht auszustrahlen. Energie ist also notwendig, um etwas in Bewegung zu setzten, zu beschleunigen, hochzuheben, zu erwärmen oder zu beleuchten.

Üblicherweise wird Energie in der Einheit Joule [J] angegeben.

Umwandlung von Energie

Energie liegt nicht immer in der für den jeweiligen Anwendungsfall optimalen Form vor. Aus diesem Grund müssen Umwandlungsprozesse angestoßen werden.
Je nach Verfahren & Zielzustand können die Wirkungsgrade des Umwandlungsprozesses erheblich abweichen.

Umwandlungs- und Übertragungsverluste

In unserer Grafik haben wir dargestellt, in welchem Stadium der Verarbeitung jeweils welcher Umwandlungs- und/oder Übertragungsverlust vorkommt.

Unter Energieumwandlung versteht man die Umwandlung von einer Energieart in eine andere oder innerhalb einer Energieart.

Ein Umwandlungsverlust, ist beispielsweise die freigesetzte Abwärme, die während eines Verarbeitungs- bzw. Umwandlungsprozesses eines Energierohstoffes in nutzbare Energie (z.B. Strom) entsteht und nicht genutzt wird.
Unter dem Begriff Übertragungsverlust, ist die Differenz zwischen erzeugter elektrischer Leistung im Kraftwerk und der genutzten elektrischen Leistung beim Verbraucher/Nutzer zu verstehen.

Primärenergie

Primärenergie

Bei Primärenergie spricht man, von dem nutzbaren Energiegehalt eines natürlich vorkommenden Energieträgers, ohne dass dieser weiterverarbeitet wurde. Unter Verlusten kann diese Primärenergie in Sekundärenergie umgewandelt werden. Damit umfasst Primärenergie sowohl fossile Energieträger als auch erneuerbare Energien.


Beispiele hierfür sind:

  • Steinkohle
  • Braunkohle
  • Erdöl
  • Erdgas
  • Wasser
  • Wind
  • Solarstrahlung
  • u.v.m.

Sekundärenergie

Sekundärenergie

Unter Sekundärenergie versteht man die Arten von Energie, die nicht in ihrer natürlichen Form vorliegen. Somit ist die Sekundärenergie eine umgewandelte Form der Primärenergie. Die Umwandlung von Primär- in Sekundärenergie erleichtert beispielsweise den Transport, die Verteilung und/oder Lagerung.
Zur Sekundärenergie gehören damit auch die mithilfe technischer Hilfsmittel aus Primärenergie gewonnenen Strom (bspw. aus Windkraft oder Sonnenenergie).


Beispiele hierfür sind:

  • Koks
  • Holzkohle
  • Kohlebricketts
  • Heizöl
  • Benzin
  • Flüssiggas
  • Kernbrennstoffe
  • uvm.

Endenergie

Endenergie

ist die Energie, die beim Verbraucher ankommt, beispielsweise in Form von Brennstoff, Kraftstoff oder elektrischer Energie. Sie besteht aus Primärenergie nach Abzug von Transport- und Umwandlungsverlusten.


Beispiele hierfür sind:

  • Strom
  • Heizöl
  • Erdgas, Flüssiggas, Biogas
  • Biomasse
  • Fernwärme
  • Steinkohle, Koks
  • Braunkohlebriketts
  • umv.

Nutzenergie

Nutzenergie

ist die Energie, die vom Menschen unmittelbar genutzt wird.


Beispiele hierfür sind:

  • Strom für einen Föhn
  • Ladestrom E-Auto
  • Strom für den Herd
  • Strom zur Ladung eines Mobilfunkgerätes
  • uvm.

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